3. September 2012

"Fika" mit Wienerbröd

Eine schwedische Kaffeepause

In Schweden macht man gerne mal eine Fika. Fika heisst soviel wie Kaffeepause und wird zumeist am Nachmittag eingelegt. Üblicherweise wird dazu ein kleiner Happen zu Essen gereicht, oft etwas Süßes. Generell kann man sagen, dass die Schweden gerne und viel Kaffee trinken. Sie sind weltweit betrachtet weit vorne, was den täglichen Kaffeekonsum betrifft.
So auch bei unserem Aufenthalt, kaum war die Tasse leer, wurde auch schon wieder aufgefüllt. Wir waren zu Besuch bei den Großeltern von einem Freund und wurden von der Oma kulinarisch verwöhnt - auf schwedisch natürlich.
Gestartet wird die Schweden-Woche mit Wienerbröd, einem süßen Rezept, dass ich freundlicherweise von der lieben Inga bekommen habe. Das "Wien" in der Bezeichnung kommt daher, weil ursprünglich Bäcker aus Wien das Gebäck in den skandinavischen Raum brachten. Wienerbröd wird als Überbegriff für feines Gebäck verstanden, wobei man damit oft eigentlich Plundergebäck meint. Hier gibt es eine einfache Version von Wienerbröd, was heisst man spart sich das aufwendige Falten des Teiges und verwendet einen einfachen Germteig. Laut Inga gelingt dieses Rezept immer, also ran ans Versuchen. 


Wienerbröd i långpanna 
(Wienerbröd vom Backblech)

Teig
30 g Germ
200 ml lauwarme Milch
Prise Salz
Prise Zucker
2 Eier
175 g weiche Butter
600 g Universalmehl

Vanillecreme 
500 ml Milch
1 Packung Vanille-Puddingpulver
3 EL Zucker
1/2 Vanilleschote

Buttercreme
100 g weiche Butter
100 g Zucker
8 Tropfen Bittermandelöl

Außerdem
1 verquirltes Ei zum Bestreichen
etwas Puderzucker
etwas Wasser


  1. Germ in die lauwarme Milch bröseln und darin auflösen. Mit den restlichen Zutaten des Teiges vermengen und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Backblech buttern und Teig halbieren. Eine Hälfte davon zu einem Rechteck, in der Größe des Blechs, ausrollen. Teig ins Blech legen.
  2. Pudding nach Packungsanleitung kochen. In den Topf mit der Milch noch zusätzlich das ausgekratzte Vanillemark beimengen. Den ausgerollten Teig mit der Vanillecreme bestreichen.
  3. Das Backrohr mit 220°C Ober-Unterhitze vorheizen.
  4. Die andere Hälfte des Teigs zu einem gleich großen Rechteck ausrollen. Alle Zutaten für die Buttercreme verrühren und auf der halben Längsseite verstreichen. Die andere Teigseite auf die Füllung klappen. 1 1/2 cm breite Streifen aus dem Teig schneiden (geht am besten mit einem Pizzaroller). Die Längsstreifen, in einem Abstand von ca. 5 cm,  diagonal auf der Vanillecreme verteilen, nach und nach sollte dabei ein Gittermuster entstehen.
  5. Teig für 30 Minuten rasten lassen. 
  6. Die Teigstreifen mit verquirltem Ei bestreichen. Etwas Puderzucker mit ein wenig Wasser verrühren, sodass eine zähe Paste entsteht. Ebenfalls auf die Streifen geben. 
  7. Im vorgeheizten Ofen für 10-15 Minuten goldbraun backen.