14. Juli 2013

Beiriedschnitte mit Polenta-Pesto-Knöderl in Tomatensauce

 Herrlich rustikal - ein gutes Stück Fleisch!



Heute gibt es ein von der Toskana inspiriertes Rezept. Wie ich dazu komme,  ja das ist eine eigene Geschichte. Vor kurzem hat mich Sandra angeschrieben und gefragt ob ich an einem Gewinnspiel teilnehmen möchte, bei welchem man einen Aufenthalt in einem Ferienhaus in der Toskana gewinnen kann. Und ja, wer will das denn nicht? Ich schon, ich möchte eine Woche in einem www.to-toskana.de - Ferienhaus gewinnen! Die einzige Aufgabe die erfüllt werden muss, ein von der Toskana inspiriertes Rezept zu kreieren.  

Ich bin auf eure Hilfe angewiesen! Um in die Endrunde zu kommen, müsst ihr HIER fleißig für mich und mein Gericht abstimmen. So könnt ihr mir noch in diesem Jahr zu einem schönen Urlaub verhelfen. Also ran ans voten! Ich würde mich sehr freuen. Danke!

Die toskanische Küche ist eher einfach gehalten und verwendet Zutaten aus der Region. Es wird nicht so viel Pasta gekocht wie vielleicht im restlichen Italien, stattdessen setzt man auf Getreide aus der Region, wie zum Beispiel Polenta. Küstengebiete integrieren natürlich Fisch in ihrer Küche. Weiter nördlich findet man Wälder und Weiden, dadurch wird hier mehr Fleisch im Essen verarbeitet und macht die toskanisch Küche so sehr vielfältig.
Wenn ihr mal Lust habt etwas Rustikales und doch Feines zu kochen und genügend Zeit habt, dann probiert euch doch mal an meinem Rezept.



Zutaten für 5 Personen

Knödelteig für ca. 20 Stück
200 g Polenta
300 ml Wasser
300 ml Milch
Salz
Muskatnuss, gerieben
50 g Semmelbrösel
100 g Semmelwürfel
3 Eier

Knödelfülle
100 g getrocknete Tomaten, in Olivenöl (gibt’s von Ja! Natürlich)
1 Handvoll Basilikum
50 g Pinienkerne, geröstet
60 g Parmesan, gerieben
Salz, Pfeffer

Tomatensauce
6 Tomaten
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Lorbeerblätter
1 Chilischote, fein gehackt
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
1 EL Honig
1 Schuss Rotwein
1 Handvoll Petersilie, inkl. Stängel
schwarze Oliven nach Belieben, in Scheiben geschnitten
etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer

Beiried
5 Beiriedschnitten
2 Zweige Rosmarin
Salbeiblätter
4 Knoblauchzehen
Olivenöl, zum Braten


Falls man nicht genügend Zeit hat, alles an einem Tag zu machen, dann kann man die Knödel ruhig schon am Vortag zubereiten. So hat man am Tag selber keinen Stress und kann sich um so mehr den Gästen widmen.

Topf mit Waser und Milch zustellen. Muskatnuss hineinreiben, gut salzen und den Polenta darin kochen. Ständig umrühren, bis das Ganze eine feste, zähe Masse wird und sich beim Umrühren schön vom Topfboden löst. Polenta gut auskühlen lassen, erst dann weiter verarbeiten.

Eier mit Semmelwürfel und Semmelbrösel vermischen und etwas ziehen lassen.

Währenddessen die Pesto-Fülle vorbereiten. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten. Mit den restlichen Pesto zutaten zu einer festen Paste verarbeiten, entweder mit einem speziellen Zerkleinerer oder mit einem Pürierstab. Die Masse sollte schön kompakt sein, dass einfach Kugeln geformt werden können. Die Masse kalt stellen, eventuell anfrieren, was die Weiterverarbeitung sehr erleichtert.

Den überkühlten Polenta mit der Eier-Semmelbröselmasse vermengen und nochmals ca. 15 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit aus der Pestomasse kleine Kugeln formen.

Die Hände unter kaltem Wasser waschen. Damit die Knödel in etwa die gleiche Größe haben, mit einen Eisportionierer oder einen Esslöffel die Masse herausstechen und eine Kugel formen, flach drücken, eine Pestokugel hineingeben und die Polentamasse darüber schließen, leicht andrücken.

Wenn man die Knödel am Vortag vorbereitet, kann man sie fertig geformt in einem Tuperware-Geschirr geben, dieses mit Semmelbröseln ausstreuen.

Für die Tomatensauce: Zwiebel, Knoblauch, die Stängel von der Petersilie  und eine Chilischote klein hacken. Die Tomaten in kleine Stücke schneiden, beiseite stellen. Eine breite Pfanne bereitsstellen. Zwiebel, Knoblauch und Petersilie in Olivenöl darin anbraten, kurz rösten. Danach den Honig dazugeben und karamellisieren lassen mit Rotwein ablöschen, kurz einkochen. Die Tomaten und klein gehackte Oliven dazu geben. Die Sauce bei niedriger Temperatur köcheln lassen.

Währenddessen einen großen Topf mit Wasser zustellen, gut salzen und aufkochen lassen. Wenn das Wasser siedet, die Knödel hineingeben und 15 Minuten darin kochen.

Die Tomatensauce nach Belieben salzen und pfeffern. Die Petersilienblätter hacken und zur Sauce geben. Die fertig gekochten Knödel zur Sauce in die Pfanne geben und darin wenden. Bei niedriger Temperatur kurz stehen lassen. 
 
Die Beiriedschnitten mit einer Küchenrolle gut abtupfen. In einer Pfanne Olivenöl vorsichtig erhitzen. Rosmarin, Salbei und angedrückte Knoblauchzehe dazugeben. Die Beiriedschnitten darin anbraten,  etwa 2 Minuten pro Seite. Vorsicht, nicht zu lange und zu heiß braten, ansonsten wird das Fleisch schnell zäh. Ideal ist es, wenn es in der Mitte noch leicht rosa. Wenn die ersten Beiriedschnitten angebraten sind, kann man diese kurz in Alufolie einwickeln und rasten lassen, in der Zwischenzeit die zweite Fuhre anbraten. 

Die Knödel gut in der Tomatensauce wenden, sodass sie von allen Seiten mit der Sauce bedeckt sind. Beiriedschnitte in Streifen schneiden und gemeinsam mit den Knödeln anrichten. Wer mag, kann sich noch etwas Parmesan reiben und über die Knödel geben. Aber jetzt heißt es eigentlich nur noch: Genießen, am besten mit einem guten Glas Rotwein!