17. Dezember 2015

Rezension | NOPI Das Kochbuch | & das Rezept für Burrata mit Blutorange, Koriander und Lavendelöl

küchen.wind war wieder unterwegs und hat im Kochbuch NOPI geschmökert.

Weihnachten steht buchstäblich vor der Tür und schon bald verbringen wir eine schöne Zeit mit unseren Liebsten. Doch die Vorweihnachtszeit ist oftmals sehr stressig und gar nicht so besinnlich. Da kommt dann allzu oft die Lust etwas "Gescheites" oder Aufwändigeres zu kochen zu kurz. Dies wird dann aber in den Tagen rund um Weihnachten und Silvester umso intensiver nachgeholt.

Hier an dieser Stelle möchte ich euch ein tolles Kochbuch NOPI vorstellen, vielleicht auch noch ein Tipp für das Christkind?! So kann man neben den sehr üppigen Speisen, wie Braten und Raclette auch mal ein orientalisch angehauchtes Gericht mit würzigen Aromen einschieben. Wie etwa der Hummersalat mit Fenchel und gegrillten Trauben, Gebratenes Roastbeef mit Kimchi und frischen Pflaumen oder Meerbrasse mit Mango-Papaya-Salat. Aber keine Sorge, das eine oder andere deftige Gericht ist auch dabei. 

Vor kurzem bin ich, durch die Empfehlung einer Arbeitskollegin, auf Yotam Ottolenghi gestoßen. Ein israelisch stämmiger Koch der in London lebt und herrliche Kochbücher veröffentlicht – mit orientalischen Aromen und meist leicht nachzukochenden Gerichten. So auch im Kochbuch NOPI, das neueste Werk von ihm. Es enthält Rezepte aus dem gleichnamigen Restaurant in London, die er gemeinsam mit seinem dortigen Küchenchef Rafael Scully, für den Hausgebrauch vereinfacht hat. Herausgekommen sind raffinierte Gerichte, welche die orientalische und asiatische Küche und deren Armenvielfalt (aufgrund Scullys asiatischer Wurzeln) wunderbar vereinen. Die Rezepte sind vielleicht etwas Aufwändiger wie in den Vorgängerwerken von Ytam Ottolenghi (Jerusalem, Vegetarische Köstlichkeiten), überzeugen aber in ihren gekonnten Aromen-Kombinationen. Auch das Kochbuch selbst ist liebevoll gestaltet: jedes Gericht wird mit einer Anekdote ergänzt und es werden Menüvorschläge gegeben, welche Speisen am besten miteinander harmonieren. Der Ausflug um die nötigen Gewürze zu besorgen lohnt sich bestimmt.

Ich möchte in der Vorweihnachtszeit ein einfaches aber raffiniertes Rezept aus dem Kochbuch mit euch teilen, für welches man garantiert die Zeit findet es zuzubereiten. Eine etwas andere Version von Caprese. Die Tomaten werden durch winterliche, aromatische Blutorangen ersetzt und der "normale" Mozzarella weicht einer herrlich cremigen Burrata. Die Kombination mit Koriandersamen und Lavendel runden das Ganze erstaunlich gut ab. Hier also das Rezept "Burrata mit Blutorange, Koriander und Lavendelöl" aus NOPI zum Nachmachen daheim.





Für 4 Personen
2 EL Olivenöl
1 1/2 TL flüssiger Honig
3/4 TL getrockneter Lavendel
1/2 kleine Knoblauchzehe, zerstoßen
1 EL Koriandersamen, geröstet
2 Blutorangen (320 g) oder 2 mittelgroße Orangen
4 Kugeln Burrata (440 g)
5 g kleine Basilikumblätter
grobes Meersalz

1  In einem kleinen Topf das Öl mit Honig, Lavendel, Knoblauch und 3/4 TL Salz vermengen. Bei schwacher bis mäßiger Hitze kurz aufkochen und sofort vom Herd nehmen. Gut umrühren, vollständig abkühlen lassen, dann die Koriandersamen untermengen.

2  Mit einem kleinen scharfen Sägemesser die Orangen oben und unten ein Stückchen kappen. Die Schale samt der weißen Haut der Rundung der Früchte folgend abschneiden. Die Orangen in je acht runde Scheiben von 1 cm Dicke schneiden und die Kerne entfernen.

3  Die Orangenscheiben leicht überlappend auf Tellern arrangieren und je 1 Burrata-Kugel dagegensetzen. Das Koriander-Lavendel-Öl über den Käse und die Orangen löffeln, das Basilikum dazugeben und servieren.